Neurodermitis bei Ihrem Baby - was können Sie tun?

Neurodermitis bei Ihrem Baby - was können Sie tun?

Neurodermitis ist eine sehr häufige Krankheit bei Säuglingen und Kindern. Etwa 5-10% aller Babys leiden darunter. Ein großer Teil der Kinder wächst zum Glück aus dieser Phase raus. Aber das macht es in der Anfangsphase leider nicht leichter, vor allem, weil Babys und Kinder sich nicht vom Kratzen abhalten können. Lesen Sie hier mehr darüber, was Sie als Eltern tun können um es Ihrem Kind so einfach wie möglich zu machen.


Welche Form der Neurodermitis hat Ihr Kind?


Auch bei Kindern gibt es verschiedene Arten von Ekzemen. Welche bei Ihrem Kind vorliegt sollten Sie in jedem Fall abklären, bevor Sie mit einer Behandlung starten. Der häufigste Typ ist auch bei Kindern die Neurodermitis, auch das atopische oder konstitutionelle Ekzem genannt. Dies ist oft erblich. Anders als bei dem sogenannten Kontaktekzem: Dies ist die Art von Neurodermitis, die als allergische Reaktion der Haut auf einen bestimmten Stoff oder ein bestimmtes Material auftritt. Sie sehen das Ekzem an Stellen, an denen die Haut Ihres Kindes damit in Kontakt gekommen ist. 

Achten Sie auch auf Waschmittel und Weichspüler. Hier finden sich oft Allergene die der Auslöser sein können, wenn plötzlich ein Hautausschlag auftritt. Auch Nickel ist eine bekannte und häufige Ursache. Gehen Sie immer mit Ihrem Kind zum Arzt, und achten Sie auch genau darauf, wann die Ausbrüche auftreten und was ihnen vorausgegangen ist.

Dann gibt es noch das seborrhoisches Ekzem, das auch Kopfgneis genannt wird. Dieser Typ tritt hauptsächlich auf der Kopfhaut des Babys auf. Gut zu erkennen an den gelben Flocken auf dem Kopf Ihres Kindes. Es kommt häufig vor, ist nicht schlimm und geht auch von alleine wieder weg. Besonders Babys bis zum ersten Lebensjahr leiden darunter. Es wird nach ein paar Wochen oder Monaten wieder verschwinden, aber in der Zwischenzeit sollten Sie keine Seife verwenden und das Haar nur mit einem milden Baby-Shampoo waschen. Wenn es rot wird, oder entzündet zu sein scheint, gehen Sie zu einem Dermatologen.


Auslöser und Tipps bei Neurodermitis


Natürlich müssen Sie Ihr Baby waschen, aber ein tägliches Bad mit Seife ist nicht nur völlig unnötig, sondern auch tatsächlich schädlich. Ein- bis zweimal pro Woche mit lauwarmem Wasser zu waschen ist mehr als ausreichend. Kinder und Babys schwitzen noch nicht und brauchen die Hygiene Routine eines Erwachsenen einfach nicht. Vermeiden Sie auch sämtliche Produkte mit Duftstoffen, Parfüm oder Alkohol. Diese sind für die Kinderhaut viel zu aggressiv. 


Hier noch einige zusätzliche Tipps:


  • Halten Sie die Nägel Ihres Kindes kurz. Wenn sie wegen des Juckreizes zu kratzen beginnen, können sie die Haut zumindest nicht vollständig aufkratzen und kleine Wunden verursachen. Wenn das Kratzen weitergeht, legen Sie kleine Socken oder Fäustlinge um die Hände.
  • Versuchen Sie, Ihr Haus staubfrei zu halten, wegen der Hausstaubmilben, auf die Babys allergisch reagieren können.
  • Kaufen Sie ausschließlich Kleidung aus 100% Baumwolle. Baumwolle ist kühler auf der Haut und lässt mehr Luft durch als synthetische Alternativen. Hitze und Schweiß verursachen häufig Juckreiz. Ein häufiger Fehler, den Eltern machen ist, dass sie Wollkleidung für Ihre Kinder kaufen, da es sich bei Wolle um ein Naturprodukt handelt. Bei Ekzem empfindlichen Kindern sorgen die rauen Fasern der Wolle jedoch für zusätzlichen Juckreiz.
  • Haben Sie Haustiere? Eine Haustierallergie kann auch der Grund für den Ausschlag Ihres Kindes sein. Lassen Sie das von Ihrem Hausarzt mit einem Allergietest überprüfen.
  • Halten Sie die Haut Ihres Babys feucht. Hierfür können beim Arzt einfache feuchtigkeitsspeichernde Cremes und Salben bezogen werden.
  • Nach dem Baden nicht mit dem Handtuch auf der Haut reiben, sondern trocken tupfen.




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