Warum verschlimmert sich Neurodermitis im Winter?

Warum verschlimmert sich Neurodermitis im Winter?

Wer an Neurodermitis leidet, weiß oft aus eigener Erfahrung: sobald die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, treten Neurodermitis-Symptome häufiger auf. Aber es gibt ein paar Dinge, die Sie in dieser Jahreszeit für Ihre Haut tun können. Lesen Sie hier, wie Sie besser durch den Winter kommen.


Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Im Winter ist es kalt. Das sind natürlich keine Neuigkeiten, allerdings ist es wichtig zu verstehen, was kalte Luft für Ihre Haut bedeutet, und wie sie sich von warmer Luft unterscheidet. Kalte Luft ist erstens wesentlich trockener als warme Luft. Das gilt allerdings nur wenn wir von der Luft draussen, also von der Außentemperatur sprechen. In diesem Fall hat warme Luft hat eine höhere Luftfeuchtigkeit als kalte. Für warme Raumluft, die durch Heizungen erwärmt wurde, gilt das Gegenteil: Sie ist trockener als die ungeheizte Raumluft.


Was hat das alles mit Neurodermitis zu tun? Sowohl kalte Freiluft (mit niedriger Luftfeuchtigkeit) als auch trockene Raumluft, die durch eine Heizung erwärmt wurde (mit ebenfalls niedriger Luftfeuchtigkeit) trocknen Ihre Haut aus und da trockene Haut anfälliger ist, können Neurodermitis Symptome schneller auftreten.


Klassisches ‘Winterverhalten’

Duschen

Im Winter verändert sich nicht nur die Außenwelt, Sie legen selbst auch ein anderes Verhalten an den Tag. Sie drehen die Dusche ein bisschen heisser, Ihr Körper erwärmt sich und wird viel wärmer als die Raumluft. Sobald Sie dann aus der Dusche kommen, verdunstet die Feuchtigkeit auf Ihrer Haut. Die fühlt sich dann oft trocken und straff an. Was zu Juckreiz führt. Natürlich will niemand im Winter kalt duschen. Eine nur lauwarme Dusche im Winter kann sich jedoch positiv auf Ihre Neurodermitis auswirken. Um das erträglicher zu machen, kann ein schöner warmer Bademantel nach dem Duschen eine gute Lösung sein.

Neurodermitis duschen

Heizen

In Nordeuropa ist es nicht ratsam, im Winter die Heizung auszuschalten. Tun Sie das auch bitte nicht, denn wer ständig friert, hat ein schwaches Immunsystem und wird anfälliger für Krankheiten - auch für Ausbrüche von Neurodermitis. In Sachen Heizung ist wichtig, nicht auf 25 Grad hoch zu heizen. Im Winter ist eine Temperatur zwischen 18 und 20 Grad ratsam. Auf diese Weise trocknet Ihre Haut nicht zu stark aus. Zusätzlich können Sie einige Wasserbehälter auf oder neben die Heizung stellen. Das Wasser wird langsam verdunsten und die Luftfeuchtigkeit in Ihrem Haus wird ein wenig ansteigen.

Kleidung

Schön, so ein Wollpullover im Winter! Im Winter tragen wir gerne Kleidung aus wärmenden Materialien wie Wolle oder synthetischen Stoffen wie Nylon. Sowohl Wolle, als auch Polyester sind jedoch schlechte für Hautekzeme. Wolle enthält Rohfasern und verursacht häufig Juckreiz auf der Haut. Wolle verursacht allgemein häufig Reizungen, aber ganz besonders bei Menschen mit Ekzemen oder Neurodermitis. Synthetische Stoffe dichten die Haut ab. Dadurch entsteht eine Wärmeschicht zwischen Kunststoff und Haut. Diese Hitze kann nirgendwo hin, wodurch sich die Haut erwärmt und Reizungen verursacht werden.

Wolle Ekzem

Hoffentlich helfen Ihnen die oben genannten Tipps dabei, Ihre Haut gut durchfeuchtet und frei von Reizungen zu halten und so besser durch den Winter zu kommen!

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