Was es mit den 7 verschiedenen Schichten deiner Haut auf sich hat

Was es mit den 7 verschiedenen Schichten deiner Haut auf sich hat

Deine Haut ist dein größtes Organ. Sie ist die Verbindung zwischen deinem Körper und der Welt und schützt dich unter anderem vor Kälte, Sonne, Chemikalien, Bakterien oder Viren. Damit hat sie für deine Gesundheit eine besondere Bedeutung.

Aber wusstest du, dass dieses riesige Organ aus mehreren Schichten besteht, von denen nur eine sichtbar ist?

Weil die Haut so viele wichtige Funktionen hat, lohnt es sich genauer hinzusehen, welche Rolle die einzelnen Schichten bei der Verteidigung des Körpers, der Regulierung der Körpertemperatur usw. spielen.


Die 7 Schichten der Haut und ihre Aufgaben


Die Haut besteht aus drei Hauptschichten: der Oberhaut (Epidermis), der Lederhaut (Dermis) und den Unterhautschichten (Subcutis).


Epidermis
Die Oberhaut (Epidermis) ist die äußerste (oder oberste) Schicht der Haut - und die einzige, die mit bloßem Auge sichtbar ist. Innerhalb der Epidermis befinden sich fünf Schichten.


Stratum corneum: Das Stratum corneum der Epidermis ist die oberste Schicht der Haut und fungiert so als erste Verteidigungslinie gegen fremde Eindringlinge. Hier ist auch das Mikrobiom der Haut zu Hause. Es beherbergt Billionen von Mikroorganismen, darunter 1.000 verschiedene Bakterienarten (mehr dazu weiter unten).


Stratum lucidum: Diese Hautschicht findet sich nur an den Stellen, an denen die Haut dicker ist, also Handflächen und Fußsohlen. Sie erscheint durchsichtig, weil sich dort abgestorbene Hautzellen ansammeln.

Stratum granulosum: Das Stratum granulosum ist eine dünne Schicht der Epidermis. Mit fortschreitender Verhornung beginnt in dieser Schicht bereits der Abbau der Zellen, sie wandeln sich allmählich in leblose Korneozyten um.

Stratum spinosum: Dies ist die dickste Schicht der Epidermis, auch Stachelzellenschicht genannt. Die Zellen hier sind für die mechanische Stabilität der Haut verantwortlich. Das Aussehen und die Verbindungen der Zellen verleihen dieser Schicht ihren Namen.

Stratum basale (Stratum germinativum): 90 % der Zellen in der Epidermis sind Keratinozyten, die Keratin produzieren, ein faseriges Protein, das die Haut stärkt. Die Produktion der Keratinozyten beginnt im Stratum basale, der innersten Schicht der Epidermis. Von dort aus werden sie an die Oberfläche der Epidermis geschoben.

Neben den Keratinozyten enthält das Stratum basale auch Melanozyten, die Melanin produzieren. Melanin ist das Pigment, das die Farbe der Haut bestimmt.


Dermis
Die Dermis beherbergt alle Schweiß- und Fettdrüsen sowie Haarfollikel, Bindegewebe, Lymphgefäße und Nervenenden. Sie enthält auch Kollagen und Elastin.

Das bedeutet, dass sie für viele Funktionen verantwortlich sind...


Schweißdrüsen produzieren Schweiß, wenn dir heiß ist oder du gestresst bist. Wenn der Schweiß verdunstet, trägt er zur Abkühlung des Körpers bei.
Die Nervenenden in der Dermis nehmen Schmerzen, Berührungen, Druck und die Temperatur wahr.
Die Blutgefäße versorgen die Haut mit Nährstoffen und regulieren auch die Körpertemperatur.
Die Talgdrüsen sondern Talg ab, der die Haut feucht und weich hält und als natürliche Schutzbarriere dient.
Die Haarfollikel produzieren die Haare, die sich auf deinem Körper befinden. Die Haare wiederum tragen zur Regulierung der Körpertemperatur bei und bieten zusätzlichen Schutz.

Während die Epidermis eine äußere, schützende und sichtbare Hautschicht darstellt, ist die Dermis eine Art Schutzzentrale. Außerdem ist sie dank ihres Kollagen- und Elastingehalts die wichtigste Hautschicht, wenn es um die Bildung der Hautstruktur geht.

Subcutis

Unter der Dermis befindet sich die Subkutis, die auch als Unterhautfett oder Unterhaut bezeichnet wird. Diese Schicht isoliert deinen Körper und sorgt dafür, dass du warm bleibst. Außerdem dient sie als Polster um deine lebenswichtigen Organe.

Die Unterhaut verbindet die Haut mit den darunter liegenden Muskeln und Geweben und beherbergt Blutgefäße.



Welchen Einfluß Pflegeprodukte auf die einzelnen Schichten deiner Haut haben
Die meisten Hautpflegeprodukte dringen nur in die Epidermis der Haut ein. Nur wenige, z. B. Retinoide, können die Dermis erreichen.

Jetzt, wo wir wissen, was die Aufgabe der Epidermis ist, ist es umso wichtiger, dass Inhaltsstoffe in Hautpflegeprodukten keinen schädigenden Effekt haben. Wird beispielsweise das Mikrobiom der Haut durch chemische Produkte verändert, beeinträchtigt dies die natürliche Schutzbarriere und die Fähigkeit, fremde Eindringlinge abzuwehren.

Die Schädigung des Hautmikrobioms durch aggressive Inhaltsstoffe kann die Gesundheit deiner gesamten Haut beeinträchtigen. Deshalb ist es so wichtig, Produkte zu wählen, die frei von Parabenen, Konservierungsmitteln und Duftstoffen sind.

Denn auch wenn ein Produkt nur oberflächlich in die Haut eindringt, kann es dennoch Auswirkungen auf alle Hautschichten und deine allgemeine Gesundheit haben.

Zusammenfassung
Die Haut ist ein großes und komplexes Organ. Ob und wie genau die verschiedenen Inhaltsstoffe deiner Kosmetik in die Haut eindringen und in den Blutkreislauf aufgenommen werden, ist ein Gebiet, das noch immer erforscht wird.

Wir wissen jedoch, dass ein Produkt, auch wenn es nur die Hautoberfläche berührt, Schaden (oder Gutes!) anrichten kann. Das liegt zum großen Teil daran, dass das Mikrobiom der Haut, ein empfindliches, aber lebenswichtiges Ökosystem von Mikroorganismen, die den Körper schützen, auf der Hautoberfläche lebt.
(Vorschlag: Das liegt zum großen Teil am Mikrobiom der Haut - einem empfindlichen, aber lebenswichtigen Ökosystem aus Mikroorganismen, das sich über die gesamte Hautoberfläche erstreckt und den Körper vor Eindringlingen schützt.)


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